Zum Inhalt springen

Umwelt / Rechner

Lohnt sich eine Photovoltaikanlage?

Der Rechner nimmt den gemessenen Ertrag für Ihren Landkreis, die geltenden Vergütungssätze und Ihren tatsächlichen Verbrauch und sagt, nach wie vielen Jahren sich die Anlage bezahlt gemacht hat. Die vollständige Rechnung steht unter dem Ergebnis, Zeile für Zeile.

Was dabei herauskommt

Amortisationszeit6,1 Jahre

Ab diesem Zeitpunkt hat die Anlage ihre Anschaffung eingespielt.

Investition10.150 €

Marktübliche Spanne 9.500 € bis 14.500 €

Ertrag im Jahr10.081 kWh
davon selbst verbraucht3.024 kWh

Angenommen 30 Prozent ohne Speicher, gedeckelt auf Ihren Verbrauch

davon eingespeist7.057 kWh
Ersparnis beim Strombezug1.119 € im Jahr
Einspeisevergütung543 € im Jahr

7,70 ct je kWh im Mittel über die Anlagengröße

Zusammen im Jahr1.662 €
Autarkiegrad70 Prozent

Anteil Ihres Verbrauchs, der aus eigener Erzeugung kommt

Ergebnis nach 20 Jahren23.097 €

Summe der Erträge abzüglich der Investition, ohne Zinsen, Wartung und Preissteigerung

Die Rechnung

  1. Ertrag = 1.008 kWh/kWp × 10,0 kWp = 10.081 kWh
  2. Eigenverbrauch = min(10.081 × 30%, Verbrauch 4.300) = 3.024 kWh
  3. Einspeisung = 10.081 - 3.024 = 7.057 kWh
  4. Ersparnis = 3.024 kWh × 37,0 ct = 1.119 €
  5. Vergütung = 7.057 kWh × 7,70 ct = 543 €
  6. Investition = 10,0 kWp × 1.015 € = 10.150 €
  7. Amortisation = 10.150 € ÷ 1.662 € = 6,1 Jahre

Woher die Zahlen kommen

GrößeWertQuelle
Ertrag je kWpje LandkreisPVGIS, Gemeinsame Forschungsstelle der Europäischen Kommission. Ein eigener Abruf je Landkreis, 400 von 400 abgedeckt.
Einspeisevergütung7,70 ct bis 10 kWBundesnetzagentur, EEG-Förderung und Fördersätze, § 48 EEG 2023. Gültig 1. August 2026 bis 31. Dezember 2026.
Strompreis37,0 ctBDEW-Strompreisanalyse Herbst 2026, Haushalte im Jahresdurchschnitt
Anlagenpreis1.015 €/kWpFraunhofer ISE, mittlerer Systempreis schlüsselfertiger Aufdachanlagen, Stand März 2026
Speicherpreis315 €/kWhMarktübersicht schlüsselfertiger Heimspeicher. Schwächere Quelle als die übrigen Werte auf dieser Seite, deshalb als Spanne von 270 bis 420 Euro ausgewiesen.

Was dieser Rechner nicht kann

  • Er kennt Ihr Dach nicht. Der Ertrag ist der Wert für Ihren Landkreis bei günstiger Ausrichtung. Verschattung durch einen Baum, eine Gaube oder das Nachbarhaus kann ihn deutlich senken, und das sieht nur jemand vor Ort. Neigung und Ausrichtung lassen sich im Ertragsrechner einstellen.
  • Er rechnet ohne Zinsen. Weder Kreditzinsen noch die Rendite, die das Geld anderswo gebracht hätte, gehen ein. Die Amortisationszeit ist damit die einfache, nicht die finanzmathematische.
  • Er hält den Strompreis konstant. Steigt er, amortisiert sich die Anlage schneller, weil der selbst verbrauchte Strom mehr wert wird. Eine Annahme über künftige Preise wäre geraten, deshalb steht hier keine.
  • Der Eigenverbrauchsanteil ist ein Erfahrungswert. 30 Prozent ohne und 60 Prozent mit Speicher. Ihr tatsächlicher Wert hängt davon ab, wann Sie Strom verbrauchen, und kann deutlich abweichen.
  • Nach 2026 ist die Vergütung offen. Der Rechtsrahmen des EEG 2023 gilt bis zum 31. Dezember 2026. Eine Nachfolgeregelung ist im parlamentarischen Verfahren; welche Vergütung für Anlagen ab 2027 gilt, steht noch nicht fest.

Auf Photovoltaikanlagen auf oder an Wohngebäuden gilt seit Januar 2023 ein Umsatzsteuersatz von null Prozent, bis 30 kWp ohne weitere Prüfung. (§ 12 Abs. 3 UStG) Die Preise in diesem Rechner sind deshalb Endpreise ohne Umsatzsteuer.

Weitere Rechner

  • PV-Ertragsrechner: Wie viel Strom eine Anlage an Ihrem Standort erzeugt, aus gemessenen Einstrahlungsdaten.
  • Speichergröße: Welche Speichergröße zu Verbrauch und Anlage passt, und ab wann ein größerer nichts mehr bringt.
  • Balkonkraftwerk: Ertrag und Ersparnis einer steckerfertigen Anlage, für den Standort gerechnet.
  • Wärmepumpe gegen Gasheizung: Laufende Kosten und CO2 im direkten Vergleich, mit Jahresarbeitszahlen aus einer Feldstudie statt aus dem Datenblatt.
  • Stromkosten: Jahreskosten aus Verbrauch und Preis, mit der Aufschlüsselung, wohin das Geld tatsächlich geht.
  • CO2 aus Strom: Die Emissionen Ihres Stromverbrauchs, mit dem amtlichen Faktor des Umweltbundesamtes.

Bevor Sie ein Angebot einholen: was sich zwischen Anbietern tatsächlich unterscheidet.