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Umwelt / Rechner

Wie groß muss mein Speicher sein?

Die häufigste teure Fehlentscheidung bei einem Heimspeicher ist, ihn zu groß zu kaufen. Ein Speicher, der nachts nie leer wird, wurde bezahlt, ohne zu arbeiten. Der Rechner zeigt beide Faustformeln und sagt, welche von beiden in Ihrem Fall die bindende ist.

Passende Speichergröße

Empfehlung4,3 kWh

Begrenzend ist hier Ihr Verbrauch: ein größerer Speicher wäre nachts nie leer und damit bezahlt, ohne zu arbeiten.

Nach Verbrauch gerechnet4,3 kWh

Faustformel: etwa 1 kWh je 1.000 kWh Jahresverbrauch

Nach Anlagengröße gerechnet10,0 kWh

Faustformel: etwa 1 kWh je kWp

Anschaffung1.355 €

Spanne 1.161 € bis 1.806 €

Verschobene Strommenge1.075 kWh im Jahr

Gerechnet mit 250 nutzbaren Zyklen. Im Winter fällt regelmäßig zu wenig Überschuss an, um den Speicher zu füllen.

Vorteil je verschobener kWh29,3 ct

Strompreis 37,0 ct minus die Einspeisevergütung von 7,70 ct, die der Speicher verdrängt. Nicht der volle Strompreis: ohne Speicher wird dieselbe Kilowattstunde vergütet eingespeist.

Ersparnis im Jahr290 €
Mit dem vollen Strompreis gerechnet wäre es398 €

Um 37 Prozent zu hoch. So rechnen viele Anbieterrechner, und daher kommen die auffällig kurzen Amortisationszeiten in Angeboten.

Amortisationszeit4,7 Jahre

Die Rechnung

  1. Nach Verbrauch = 4.300 kWh ÷ 1.000 = 4,3 kWh
  2. Nach Anlage = 10,0 kWp × 1 = 10,0 kWh
  3. Empfehlung = min(4,3, 10,0) = 4,3 kWh
  4. Nutzbar je Zyklus = min(4,3, Tagesverbrauch 11,8 × 60%) = 4,3 kWh
  5. Verschoben = 4,3 × 250 Zyklen = 1.075 kWh
  6. Vorteil je kWh = 37,0 ct Strompreis - 7,70 ct Vergütung = 29,3 ct
  7. Ersparnis = 1.075 × 29,3 ct × 92% Wirkungsgrad = 290 €
  8. Amortisation = 1.355 € ÷ 290 € = 4,7 Jahre

Woher die Zahlen kommen, und wie sicher sie sind

  • Die beiden Faustformeln sind Branchenpraxis und keine Messung: etwa eine Kilowattstunde Speicher je tausend Kilowattstunden Jahresverbrauch, und etwa eine je Kilowattpeak Anlagenleistung. Sie stehen hier, weil sie in jedem Angebotsgespräch vorkommen und ein Leser wissen sollte, woher die Zahl im Angebot stammt.
  • 250 nutzbare Zyklen im Jahr ist eine Annahme dieser Seite, nicht eine Quelle. Sie liegt bewusst unter den 300 bis 365, mit denen Anbieterrechner arbeiten, weil im Winter über Wochen zu wenig Überschuss anfällt, um einen Speicher zu füllen. Wer optimistischer rechnet, bekommt eine kürzere Amortisation und dieselbe Anlage.
  • Speicherpreis 315 Euro je kWh. Schwächere Quelle als die übrigen Werte. Die Spanne von etwa 270 bis 420 Euro je kWh ist breiter als der Mittelwert vermuten lässt, und der Rechner weist sie deshalb als Spanne aus. Das ist die schwächste Quelle auf dieser Seite und deshalb als Spanne von 270 bis 420 Euro ausgewiesen.
  • Strompreis. BDEW-Strompreisanalyse Herbst 2026, Haushalte im Jahresdurchschnitt.
  • Der Vorteil ist eine Differenz, nicht der volle Strompreis. Ohne Speicher wird dieselbe Kilowattstunde nicht vernichtet, sondern für 7,70 ct eingespeist. Der Speicher ersetzt also einen Erlös durch eine vermiedene Ausgabe, und nur die Differenz ist sein Nutzen. Ein Rechner, der mit dem vollen Strompreis multipliziert, stellt einen Speicher etwa ein Drittel zu günstig dar. Diese Seite hatte den Fehler in der ersten Fassung selbst und weist ihn jetzt im Ergebnis mit aus.
  • Wirkungsgrad 92 Prozent. Laden und Entladen kosten Energie. Eine Annahme dieser Seite, keine Quelle.
  • Kleine Speicher sind teurer je kWh. Wechselrichter und Montage fallen weitgehend unabhängig von der Kapazität an. Unterhalb von etwa fünf Kilowattstunden steigt der Preis je Kilowattstunde deshalb deutlich über den hier gerechneten Mittelwert.

Ein Speicher rechnet sich in Deutschland selten allein über die Stromersparnis. Er kauft Unabhängigkeit vom Netz und die Möglichkeit, später ein Elektroauto oder eine Wärmepumpe mitzuversorgen. Das kann eine gute Entscheidung sein. Sie sollte nur als das getroffen werden, was sie ist.

Weitere Rechner

  • PV-Ertragsrechner: Wie viel Strom eine Anlage an Ihrem Standort erzeugt, aus gemessenen Einstrahlungsdaten.
  • Photovoltaik-Wirtschaftlichkeit: Kosten, Einspeisevergütung, Ersparnis und Amortisationszeit, mit offengelegter Rechnung.
  • Balkonkraftwerk: Ertrag und Ersparnis einer steckerfertigen Anlage, für den Standort gerechnet.
  • Wärmepumpe gegen Gasheizung: Laufende Kosten und CO2 im direkten Vergleich, mit Jahresarbeitszahlen aus einer Feldstudie statt aus dem Datenblatt.
  • Stromkosten: Jahreskosten aus Verbrauch und Preis, mit der Aufschlüsselung, wohin das Geld tatsächlich geht.
  • CO2 aus Strom: Die Emissionen Ihres Stromverbrauchs, mit dem amtlichen Faktor des Umweltbundesamtes.